Vorsorgewohnung
Der Begriff Vorsorgewohnung ist eine vor allem in Österreich verbreitete Bezeichnung für eine besondere Form der Geldanlage. Dabei wird nicht in Wertpapiere oder andere Finanzprodukte investiert, sondern eine Eigentumswohnung erworben.
Der Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Eigentumswohnung und einer Vorsorgewohnung liegt primär in der Vermarktung. Vorsorgewohnungen werden vor allem als Wohnungen beworben, die ideal zur Weitervermietung sind. Sie werden oft und Gegenden erbaut, in denen eine Wertsteigerung bei Wohnungseigentum erwartet wird. Außerdem entspricht die Wohnungsgröße den besonders stark nachgefragten Mietwohnungen - also meist Single- oder Paar-Wohnungen mit 1 bis 2 Zimmern.
Für eine Vorsorgewohnung sprechen vor allem zwei Argumente: Erstens gilt Wohnungseigentum als wertbeständig, sprich Erträge und Wert passen sich der Inflation an. Zweitens wird oftmals auch darauf spekuliert, dass der Wert der Wohnung durch eine Aufwertung des Wohngebietes steigt.
Vorsorgewohnungen sind jedoch auch mit Risiken behaftet. So besteht die Gefahr eines Leerstands, von Mietausfällen durch säumige Mieter, Schäden an der Wohnung und Wertverlusten durch Veränderungen im Wohngebiet. Die Vermietung ist zudem auch mit zeitlichen Aufwänden für die Verwaltung, Instandhaltung und die Suche eines Mieters verbunden.